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Wer sind wir ?Häufig gestellte Fragen über OEA
Die 12 Schritte von Obsessive Eaters Anonymous
Die 12 Traditionen von Obsessive Eaters Anonymous
Die 12 Schritte der Anonymen Alkoholiker
Die 12 Traditionen der Anonymen Alkoholiker
Wie kannst du mit uns Kontakt aufnehmen ?
Obsessive Eaters Anonymous – die Anonymen Besessenen EsserInnen – ist eine neue Gemeinschaft, die 1999 in Irland gegründet wurde. Wir sind Menschen, die von einer Besessenheit mit Gewicht, Figur und Essverhalten genesen. Wir benutzen das 12 Schritte Programm der Genesung, das von den Anonymen Alkoholikern begonnen wurde.
Diese Fragen könnten Dir bei der Entscheidung helfen, ob Du glaubst, dass OEA Dir helfen könnte:
- Bist Du besessen mit Deinem Gewicht und Deinem Körper?
- Hast Du ständig Angst davor, zuviel zu essen?
- Gibt es Phasen, in denen Du versuchst, gar nichts zu essen?
- Versuchst Du, Dich an strenge Esspläne zu halten?
- Hast Du Essanfälle?
- Schiebst Du Dinge in Deinem Leben auf, während Du darauf wartest, Dein ideales Gewicht oder Deinen idealen Körper zu erreichen?
- Erbrichst Du Dich absichtlich nach dem Essen?
- Missbrauchst Du Abführmittel?
- Treibst Du übermäßig viel Sport?
- Isst Du heimlich?
- Benutzt Du Essen als Trost?
- Hast Du Schuldgefühle und Reue nach dem Essen?
- Leidest Du an Essensgelüsten?
- Glaubst Du trotz vieler Fehlschläge immer noch daran, dass Du Dein Aussehen oder Deinen Körper verändern kannst, indem Du Dein Essverhalten kontrollierst?
- Glaubst Du, daß sich Dein Leben bessern wird, wenn sich Dein Gewicht und Deine Figur ändern?
- Planst Du ständig, weniger zu essen?
- Bestimmt die Anzeige der Waage Deine Stimmung?
- Bist Du immer wieder damit beschäftigt, Kalorien zu zählen?
- Ertappst Du Dich dabei, wieder zu essen, wenn Du es laut Plan nicht solltest?
- Bist Du trotz wohlmeinender Ratschläge nicht in der Lage, Dich an eine Diät zu halten?
Häufig gestellte Fragen über OEAFrage: Warum wurde diese Gemeinschaft gegründet?
Antwort: Ein paar von uns erkannten das Bedürfnis nach einer Gemeinschaft, die sich zur Genesung von unserer Besessenheit mit Gewicht, Figur oder Essverhalten nur auf die 12 Schritte stützt.Frage: Was meint ihr mit einer Besessenheit mit Gewicht, Figur oder Essverhalten?
Antwort: Es gibt unterschiedliche Symptome: heimliches Essen, Essanfälle, sich übergeben, ständig irgendwelche Kleinigkeiten essen, Essen als Trost oder zur Beruhigung, hungern, ständige Versuche, unser Essen zu kontrollieren, besessenes Wiegen, übermäßige Bewegung, Fixierung auf unseren Körper. Was auch immer unsere körperlichen Symptome waren, Gewicht, Figur, Essen oder Essverhalten war ständig in unseren Köpfen.Frage: Was ist mit Leuten, die sagen: „Reiß dich zusammen“ oder „Du brauchst nur eine vernünftige Ernährung“?
Antwort: Wir sind oft fähige, effiziente und erfolgreiche Menschen in vielen Bereichen unseres Lebens. In diesem Bereich waren wir jedoch völlig unfähig, unseren Umgang mit Essen zu kontrollieren – trotz größter Anstrengungen.
Wenn wohlmeinende Leute uns rieten, Gewicht zu verlieren, oder uns erzählten, wie eine Freundin oder ein Freund Gewicht verloren hatte, fiel es uns sehr schwer, den Unterschied zu ihnen zu erklären. Es gibt Menschen, die erfolgreich Diät halten können, genauso wie es Menschen gibt, die Alkohol trinken und betrunken sein können und dennoch keine Alkoholiker sind. Wir sind wie Alkoholiker – es gibt etwas, das bei uns anders ist als bei anderen Menschen. Wir leiden wie Alkoholiker an einer geistigen Besessenheit – unser Symptom ist jedoch eine Besessenheit mit Gewicht, Figur oder Essverhalten.Frage: Welche Auswirkungen hatten diese Besessenheiten auf euer Leben?
Antwort: Hier sind die Antworten von einigen unserer Mitglieder:
„Es gab keinen Bereich in meinem Leben, der nicht betroffen war.“
„Ich dachte die ganze Zeit an Essen und an mein Gewicht.“
„Ich habe mich geschämt und gefürchtet, weil ich nicht damit aufhören konnte, mich zu überessen und mich dann zu übergeben.“
„Wenn ich versucht habe, eine Diät zu machen, habe ich ständig an Essen gedacht; wenn ich keine Diät gemacht habe, fühlte ich mich schuldig, weil ich eine Diät machen sollte.“
„Ich hatte alle Zuversicht verloren und vermied soziale Kontakte, weil ich mich nicht „richtig“ fühlte.“
„Ich hatte viele Bedenken wegen meiner Gesundheit, ich war besessen von der Möglichkeit eines frühen Todes – und trotzdem konnte ich mein Essverhalten nicht kontrollieren.“
„Ich haßte mein Aussehen und wurde zu einer sehr wütenden Person.“
„Ich hörte wegen meines Gewichtes auf, nach einer Liebesbeziehung zu suchen.“
„Ich hatte kein Selbstbewusstsein, fühlte mich wertlos und nirgendwo zugehörig.“
„Ich hatte dieses Geheimnis und es gab niemanden auf der Welt, der wie ich aß, oder sich so fühlte, wie ich mich fühlte.“
„Weil ich dachte, dass es mangelnde Willenskraft sei, war ich ständig wütend auf mich selber wegen meines „schlechten Benehmens“, und fühlte mich wie ein absoluter Vielfrass!“
„Ich schob es auf, mir neue Sachen zu kaufen, bis ich die gewünschte Kleidergröße erreichte hatte, oder ich kaufte sie zu klein, um mich da reinzuhungern.“
„Ich fühlte mich schlecht wegen meines Mangels an Kontrolle.“
„Meine Beziehungen litten, ich wurde sehr selbstzentriert.“
„Ich beschäftigte mich ständig damit, wie andere mich sahen, und fürchtete mich davor, wegen meines Körpers verurteilt und kritisiert zu werden.“
„Trotz ärztlichen Rates, mein Eßverhalten zu verändern, war ich nicht in der Lage, dies zu tun. Tatsächlich verschlechterte sich mein Umgang mit Essen durch diesen Druck.“Frage: Warum ein Zwölf Schritte Programm?
Antwort: Ein Zwölf Schritte Programm zeigte uns eine andere Herangehensweise an unser Problem. Wir hatten alles Erdenkliche ausprobiert, um unser Verhalten zu kontrollieren, und waren gescheitert. Nichts funktionierte. Die Gemeinschaft half uns zu erkennen, dass unser Verhalten eine Krankheit war, kein Mangel an Willenskraft.Frage: Wie hilft uns die Gemeinschaft?
Antwort: In der Gemeinschaft lernen wir, unsere Krankheit zu verstehen, und finden in den Zwölf Schritten Werkzeuge für das tägliche Leben. Diese Schritte und die bedingungslose Annahme, die wir erfahren, sind unser Weg zur Genesung.Frage: Was ist mit Gewichtsverlust?
Antwort: Einige von uns haben Gewicht verloren, andere haben Gewicht gewonnen, und wieder andere sind so geblieben, wie sie waren. Fast alle von uns erfahren positive Veränderungen in ihrem Umgang mit Essen.Frage: Was sagt ihr zu denjenigen, die denken, dass OEA das Richtige für sie sein könnte?
Antwort: Genesung ist für alle möglich, setzt euch in Verbindung, kommt zu einem unserer Meetings und probiert es aus. Wir geben einen Spendenkorb herum, um unsere Ausgaben zu decken. Du kannst sicher sein, dass deine Anonymität gewahrt bleibt, dass wir deinen Beitrag vertraulich behandeln, und dass du uns immer willkommen bist!
Die 12 Schritte von Obsessive Eaters Anonymous1. Wir gaben zu, dass wir unserer Besessenheit mit Gewicht, Figur und Essverhalten gegenüber machtlos waren – dass wir unser Leben nicht meistern konnten.
2. Wir kamen zu dem Glauben, daß eine Macht, größer als wir selbst, uns unsere geistige Gesundheit wiedergeben kann.
3. Wir faßten den Entschluß, unseren Willen und unser Leben der Sorge Gottes, so wie wir Gott verstanden, anzuvertrauen.
4. Wir machten eine gründliche und furchtlose Inventur in unserem Inneren.
5. Wir gestanden Gott, uns selbst und einem anderen Menschen gegenüber unverhüllt unsere Fehler zu.
6. Wir waren völlig bereit, all diese Charakterfehler von Gott beseitigen zu lassen.
7. Demütig baten wir Gott, unsere Mängel von uns zu nehmen.
8. Wir machten eine Liste aller Personen, denen wir Schaden zugefügt hatten, und wurden willig, ihn bei allen wiedergutzumachen.
9. Wir machten bei diesen Menschen alles wieder gut – wo immer es möglich war -, es sei denn, wir hätten dadurch sie oder andere verletzt.
10. Wir setzten die Inventur bei uns fort, und wenn wir Unrecht hatten, gaben wir es sofort zu
11. Wir suchten durch Gebet und Besinnung die bewußte Verbindung zu Gott - so wie wir Gott verstanden – zu vertiefen. Wir baten Gott nur, uns seinen/ihren Willen erkennbar werden zu lassen und uns die Kraft zu geben, ihn auszuführen.
12. Nachdem wir durch diese Schritte ein spirituelles Erwachen erlebt haben, versuchten wir, diese Botschaft zu anderen Leidenden zu bringen und unser tägliches Leben nach diesen Grundsätzen auszurichten.
Die 12 Traditionen von Obsessive Eaters Anonymous
1. Unser gemeinsames Wohlergehen sollte an erster Stelle stehen; die Genesung des einzelnen beruht auf der Einigkeit von OEA.
2. Für den Sinn und Zweck unserer Gruppe gibt es nur eine höchste Autorität – einen liebenden Gott als Ausdruck unseres Gruppengewissens. Unsere Vertrauensleute sind nur betraute Diener; sie herrschen nicht.
3. Die einzige Voraussetzung für die OEA-Zugehörigkeit ist das Verlangen, mit der Besessenheit mit Gewicht, Figur und Essverhalten aufzuhören.
4. Jede Gruppe sollte selbständig sein, außer in Dingen, die andere Gruppen oder die Gemeinschaft von OEA als Ganzes angehen
5. Die Hauptaufgabe jeder Gruppe ist, unsere Botschaft zu den besessenen EsserInnen zu bringen, die noch leiden.
6. Eine OEA-Gruppe sollte niemals ein außenstehendes Unternehmen unterstützen, finanzieren oder mit dem OEA-Namen decken, damit uns nicht Geld- Besitz- und Prestigeprobleme von unserem eigentlichen Zweck ablenken.
7. Jede OEA-Gruppe sollte sich selbst erhalten und von außen kommende Unterstützungen ablehnen.
8. Die Tätigkeit bei Obsessive Eaters Anonymous sollte immer ehrenamtlich bleiben, jedoch dürfen unsere zentralen Dienststellen Angestellte beschäftigen.
9. Obessive Eaters Anonymous sollten niemals organisiert werden. Jedoch dürfen wir Dienstausschüsse und –komitees bilden, die denjenigen verantwortlich sind, denen sie dienen.
10. Obsessive Eaters Anonymous nehmen niemals Stellung zu Fragen außerhalb ihrer Gemeinschaft; deshalb sollte auch der OEA-Name niemals in öffentliche Streitfragen verwickelt werden.
11. Unsere Beziehungen zur Öffentlichkeit stützen sich mehr auf Anziehung als auf Werbung. Deshalb sollten wir auch gegenüber Film, Fernsehen und anderen Kommunikationsmedien stets unsere persönliche Anonymität wahren.
12. Anonymität ist die spirituelle Grundlage all dieser Traditionen, die uns immer daran erinnern soll, Prinzipien über Personen zu stellen.
Die 12 Schritte der Anonymen Alkoholiker
1. Wir gaben zu, dass wir dem Alkohol gegenüber machtlos sind – und unser Leben nicht mehr meistern konnten.
2. Wir kamen zu dem Glauben, daß eine Macht, größer als wir selbst, uns unsere geistige Gesundheit wiedergeben kann.
3. Wir faßten den Entschluß, unseren Willen und unser Leben der Sorge Gottes - wie wir Ihn verstanden - anzuvertrauen.
4. Wir machten eine gründliche und furchtlose Inventur in unserem Inneren.
5. Wir gaben Gott, uns selbst und einem anderen Menschen gegenüber unverhüllt unsere Fehler zu.
6. Wir waren völlig bereit, all diese Charakterfehler von Gott beseitigen zu lassen.
7. Demütig baten wir Ihn, unsere Mängel von uns zu nehmen.
8. Wir machten eine Liste aller Personen, denen wir Schaden zugefügt hatten, und wurden willig, ihn bei allen wiedergutzumachen.
9. Wir machten bei diesen Menschen alles wieder gut – wo immer es möglich war -, es sei denn, wir hätten dadurch sie oder andere verletzt.
10. Wir setzten die Inventur bei uns fort, und wenn wir Unrecht hatten, gaben wir es sofort zu
11. Wir suchten durch Gebet und Besinnung die bewußte Verbindung zu Gott - wie wir Ihn verstanden – zu vertiefen. Wir baten Ihn nur, uns seinen Willen erkennbar werden zu lassen und uns die Kraft zu geben, ihn auszuführen.
12. Nachdem wir durch diese Schritte ein spirituelles Erwachen erlebt haben, versuchten wir, diese Botschaft an Alkoholiker weiterzugeben und unser tägliches Leben nach diesen Grundsätzen auszurichten.Die 12 Traditionen der Anonymen Alkoholiker
1. Unser gemeinsames Wohlergehen sollte an erster Stelle stehen; die Genesung des einzelnen beruht auf der Einigkeit der Anonymen Alkoholiker.
2. Für den Sinn und Zweck unserer Gruppe gibt es nur eine höchste Autorität – einen liebenden Gott als Ausdruck unseres Gruppengewissens. Unsere Vertrauensleute sind nur betraute Diener; sie herrschen nicht.
3. Die einzige Voraussetzung für die AA-Zugehörigkeit ist der aufrichtige Wunsch, mit dem Trinken aufzuhören.
4. Jede Gruppe sollte selbständig sein, außer in Dingen, die andere Gruppen oder die Gemeinschaft von AA als Ganzes angehen
5. Die Hauptaufgabe jeder Gruppe ist, unsere Botschaft zu Alkoholikern zu bringen, die noch leiden.
6. Eine AA-Gruppe sollte niemals ein außenstehendes Unternehmen unterstützen, finanzieren oder mit dem AA-Namen decken, damit uns nicht Geld- Besitz- und Prestigeprobleme von unserem eigentlichen Zweck ablenken.
7. Jede AA-Gruppe sollte sich selbst erhalten und von außen kommende Unterstützungen ablehnen.
8. Die Tätigkeit bei den Anonymen Alkoholikern sollte immer ehrenamtlich bleiben, jedoch dürfen unsere zentralen Dienststellen Angestellte beschäftigen.
9. Anonyme Alkoholiker sollten niemals organisiert werden. Jedoch dürfen wir Dienstausschüsse und –komitees bilden, die denjenigen verantwortlich sind, denen sie dienen.
10. Anonyme Alkoholiker nehmen niemals Stellung zu Fragen außerhalb ihrer Gemeinschaft; deshalb sollte auch der AA-Name niemals in öffentliche Streitfragen verwickelt werden.
11. Unsere Beziehungen zur Öffentlichkeit stützen sich mehr auf Anziehung als auf Werbung. Deshalb sollten wir auch gegenüber Presse, Rundfunk, Film und Fernsehen stets unsere persönliche Anonymität wahren.
12. Anonymität ist die spirituelle Grundlage all dieser Traditionen, die uns immer daran erinnern soll, Prinzipien über Personen zu stellen.
Wie kannst du mit uns Kontakt aufnehmen ?
Per Brief: P.O. Box 7555
Glenageary
Co. Dublin
IrlandPer email: obessiveeaters@hotmail.com
Per Telefon: 353-[0]1-4515600
Kontakt zu OEA in Schottland
Per Brief: P.O. Box 12871
Bonnyrigg
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SchottlandPer email: oea.scotland@zoom.co.uk
Per Telefon: 0044-[0]141-6420123
Kontakt zu OEA in Deutschland
Per email: o-e-a@web.de
Per Telefon: 0041-[0]1212-537152135
„Stepping Ahead“ ist unsere vierteljährlich erscheinende Zeitschrift (nur in Englisch erhältlich), die laut Plan im März, Juni, September und Dezember erscheint. Jede Ausgabe, die dir per Post zugestellt wird, kostet 2,- Euro. Wenn du „Stepping Ahead“ abonnieren möchtest, schreibe bitte an: P.O. Box 7555, Glenageary, Co. Dublin, Irland.
Hier ist ein Artikel aus einer Ausgabe unserer Zeitschrift:
„Meine Geschichte“, von einem Mitglied von Obsessive Eaters Anonymous
„Ich weiß nicht, ob ich als besessene Esserin geboren wurde oder einfach eine wurde, aber ich war definitiv ein Kind mit einer Essstörung. Ich habe sehr wenige Erinnerungen an meine Kindheit, und in den meisten spielt Essen eine Rolle. Einmal war ich krank, ich hatte die Masern und konnte deswegen die Weihnachtsfeier in meiner Grundschule nicht besuchen. Ich war sehr enttäuscht, und meine Mutter sagte, ich dürfe mir etwas zu essen wünschen. Ich wählte Pommes, und sie waren ein großer Trost für mich. In einer anderen Erinnerung bin ich 8 Jahre alt, es ist ein Sonnabend Morgen und meine Mutter liegt mit meinem jüngeren Bruder und meiner kleinen Schwester im Bett. Sie ließ mich nicht mit in das Bett kommen, sie sagte, ich sei zu groß. Wahrscheinlich meinte sie, dass sie Platz für sich selbst brauchte, aber meine Reaktion, wenn ich sie einordnen konnte, war, mich ängstlich zu fühlen. Wenn ich zurückschaue, kann ich nicht behaupten, dass ich mich an irgendein Gefühl erinnere, außer dem Wunsch nach sofortigem Trost durch Essen, aber ich würde heute denken, dass ich vielleicht gegessen habe, um die Gefühle von Zurückweisung und Ausgeschlossenheit zu vermeiden. Ich ging direkt von der unbehaglichen Situation zum Essen, ohne irgendwelche Gefühle zu identifizieren. Ich bot an, Frühstück zu machen, und ich aß, während ich kochte. Ich erinnere mich, dass ich nicht warten konnte, bis der Schinken fertig gebraten war, und ihn halb roh gegessen habe. Ich suchte also schon in einem jungen Alter Trost im Essen, aus Gründen, die mir unklar waren. Es war einfach eine Hilfe, um mit allem fertig zu werden, und ich stellte mein Bedürfnis nach Essen nie in Frage. Ich erinnere mich auch daran, dass ich all mein überzähliges Geld immer für Essen ausgab, und ich fand es einen furchtbaren Gedanken, meine Genüsse mit jemandem teilen zu müssen.
Ich habe Erinnerungen an die Frustration meiner Mutter mit mir, wenn sie mit mir einkaufen ging und versuchte, Sachen zu finden, die mir passten. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich, dass ich ein Ärgernis war, und dass ich auf eine merkwürdige Art alleine war. Niemand wollte, so wie ich war, für mich Verantwortung übernehmen oder für mich sorgen. Also wuchs in mir die Überzeugung, dass mit mir etwas nicht stimmen könne. Ich wuchs weiter in dieser missachtenden Atmosphäre auf. Die Schule war jahrelang sehr schwierig für mich. Ich wollte verzweifelt Freunde, gemocht und geliebt werden, und umso stärker ich versuchte dazuzugehören, desto alleiner fühlte ich mich. Ich glaubte tief in mir, dass ich niemals gemocht werden würde, so wie ich war. Also versuchte ich Wege zu finden, um Leute dazu zu bringen, mich zu mögen. Wenn ich nur herausfinden könnte, wie die Leute mich haben wollten, läge es in meiner Macht, zu dieser Person zu werden, glaubte ich. Ich glaubte auch, dass Gewichtsverlust es mir ermöglichen würde, meinen rechtmäßigen Platz in der Welt einzunehmen. Ich verglich mich selbst in allen Dingen mit allen anderen, die ich kannte, und schnitt in meinen Augen immer am schlechtesten ab. Dies war eine unglaublich schwierige Zeit in vielerlei Hinsicht, da das Essen als mein bisheriger Schutzschild mich nicht mehr vor Schmerzen schützte. Die Ergebnisse meines besessenen Verhaltens mit Essen zeigten sich in meinem Gewicht und meinem Körper, und dieses verursachte weitere emotionale Schmerzen. Ich verbrachte viel Zeit damit zu versuchen, Kritik für meinen Körper aus dem Weg zu gehen, und Leute zu vermeiden, die versuchen würden, mir zu helfen und vorzuschlagen, dass ich Gewicht verlieren sollte. Wenn mich Leute mit guten Absichten zur Seite nahmen und mir hilfreichen Rat anboten – was meinem Gefühl nach passierte, war, dass jemand mir meine Mängel aufzeigte und damit bestätigte, was ich schon längst vermutet hatte: ich war ungeliebt und nicht liebenswert.
Das Erwachsenwerden brachte die Schwierigkeiten mit Beziehungen zu Jungen und Sexualität mit sich. Mein Glaube, dass ich nur akzeptabel und liebenswert sei, wenn ich die andere Person dazu brachte, mich zu mögen, brachte mich in eine emotional schmerzhafte sexuelle Situation. Ich hatte auch vorher schon Zurückweisung erfahren, aber nichts hatte mich darauf vorbereitet, sexuell benutzt und dann verachtet und zurückgewiesen zu werden. Zu diesem Zeitpunkt hatte mich mein geringes Selbstwertgefühl und mein niedriger Eigenwille an den Rand der Verzweiflung gebracht. Ich entschied, dass mir niemals wieder jemand nahe kommen und mich so verletzen sollte. Ich fühlte mich, als ob ich große Mauern um mich herum in meinem Kopf baute. Ich erreichte ein kurzzeitiges Sicherheitsgefühl, indem ich mich selbst überzeugte, sicher zu sein. Ich würde die Welt auf Distanz halten und niemals wieder verletzt werden. Ich hatte einen stetigen Freund, der mich nie verließ – das Essen, und Essen war alles, was ich brauchte. Ich könnte und würde es schaffen, ohne Abhängigkeiten und Vertrauen in andere zu leben.
Mit diesem Bedürfnis nach Kontrolle begann die Diät-Zeit für mich. Ich liebte das Gefühl von Macht, das ich bei den ersten Anzeichen eines Gewichtsverlustes einer Diät verspürte. Ich fühlte mich so überlegen – nun würde ich es der Welt zeigen. Ich hatte es geschafft. Die Diäten hatte ich mir immer selbst ausgedacht, da der Gedanke an eine vernünftige Diät mit dem Vorschlag, dass ich vielleicht versuchen sollte, meine langfristigen Essgewohnheiten zu verändern, für mich unerträglich war.
Ich hatte nicht den Wunsch, das Essen für immer aufzugeben. Ich wollte nur lange genug dünn sein, damit alles in Ordnung kam, und von den Leuten gemocht werden, die mir ein gutes Gefühl für mich selber geben würden. Die Diäten, manchmal unterstützt von Diätpillen, waren für eine kurze Zeit immer erfolgreich. Ich folgte für eine Weile einem strikten Plan, dann aber kam der Punkt, an dem das nicht mehr ging, und ich begann, anders zu essen. In sehr kurzer Zeit nahm ich dann das Gewicht wieder zu, das ich verloren hatte, und 5 oder 10 kg noch dazu. Wenn sich mein Essverhalten von Kotrolle zu Essanfällen verlagerte, war ich mir nicht bewusst, wann oder wie die Veränderung eintrat. Mir wurde dann plötzlich klar, dass ich eine Menge Gewicht wiedergewonnen hatte, und die Kontrollgedanken tauchten wieder auf. Ich schien niemals von meiner eigenen Diät- und Gewichtszunahmegeschichte zu lernen.
Sachen zum Anziehen zu finden, war ein Albtraum, und ich mochte mich nie so anziehen wie andere meines Alters. Meine Jeans passten mir immer nur für kurze Zeit, und oft trug ich Schwangerschaftskleider, da das alles war, was ich in meiner Größe finden konnte. In dieser Zeit ging ich zur Universität und verbrachte den Grossteil meiner Zeit damit zu glauben, dass alles gut wäre, wenn ich nur abnehmen würde. Ich ignorierte Leute, die an mir interessiert waren, weil ich den Verdacht hatte, dass sie irgendwie merkwürdig sein mussten, wenn sie mich mochten. Ich verpasste eine Menge Spaß und Liebe in jenen Tagen. Ich hasste es auch, Unterkunft und Essen teilen zu müssen. Ich fühlte mich immer zu kurz gekommen und hungrig, sogar wenn ich mich überaß.
Nach der Universität verlief es beruflich ganz gut, aber ich war immer auf der Suche nach etwas Neuem, um mich gut zu fühlen. Ich hatte mehrmals Diäten gemacht und das Gewicht wieder zugenommen, ohne ein Muster in meinem Verhalten zu erkennen. Die Gewichtszunahme war immer die Schuld einer anderen Person oder Situation. Ich musste andere beschuldigen, weil ich mit meinen eigenen Versagensgefühlen nicht umgehen konnte. Ich ärgerte mich sehr über mich selbst und mein Leben, aber suchte immer nach einer nicht zu fassenden Kur, die alles wieder in Ordnung bringen würde. Ich hatte ein gemütliches Heim, einen guten Job, keine größeren Sorgen, und dennoch wollte ich sterben. Ich sah keinen Sinn darin zu leben. Zu dieser Zeit gab mir jemand, den ich kannte, ein Faltblatt über eine 12 Schritte-Gemeinschaft. Irgendwo in meiner Dunkelheit wusste ich, dass ich Hilfe brauchte. Auf diesem Faltblatt waren Fragen, die mir dabei halfen festzustellen, dass ich ein Problem hatte, und in meinem ersten Meeting half mir das Teilen eines Mitglieds, meine Gefühle zu identifizieren. Durch den normalen Umgangston, in dem Gefühle beschrieben wurden, lernte ich, dass es tatsächlich eine Sprache dafür gab, um das zu beschreiben, was in meinem Kopf vor sich ging. Schließlich fühlte ich mich sicher und zu Hause, unter Mitmenschen. Schon im ersten Jahr meiner Genesung begab ich mich in eine Sponsorschaft. Ich musste mich jedoch immer noch auf meinen eigenen Willen stützen und sah keinen Grund, warum ich irgendwelche Wiedergutmachungen leisten sollte, obwohl sich aus meinen Schritten 4 und 5 eine klare Liste von Leuten, denen ich Schaden zugefügt hatte, ergeben hatte.
Ein oder zwei Jahre in meiner Genesung versuchte ich, es auf meinen Weise zu machen, und nicht auf die Weise, die im Blauen Buch (Anonyme Alkoholiker) vorgeschlagen ist, und zur gleichen Zeit erwartete ich natürlich, sofortige und völlige Genesung zu erfahren!!! Es dauerte nicht lange, bis ich wieder in Verzweiflung verfiel, und dieses Mal war der Schmerz qualvoll, weil ich mir dessen völlig bewusst war, was vor sich ging. Ich erreichte letzten Endes meinen Tiefpunkt und erkannte, dass der einzige Ausweg über die Schritte führte, und dieses Mal würden es alle Schritte sein. Ich machte meine Wiedergutmachungen in den folgenden 6 Monaten und kam schließlich zu einem Punkt, an dem ich mich genesen fühlte. Ich hörte schließlich zu und hörte die Botschaft – die wundervolle, einfache, wunderbare Botschaft der 12 Schritte, und ich setzte mein Leben fort.
Schritt 3 ist eine Entscheidung, die ich mit Gott in den Schritten 4 bis 9 umsetze, und wir setzen diese Handlung in den Schritten 10 und 11 fort. Er erscheint immer zum Dienst – ich bin etwas weniger perfekt, aber ich mache meinen Job, tue mein Bestes, und versuche, immer offen für Fortschritte zu sein. Das Ergebnis davon ist, dass ich eine Beziehung mit Gott, so wie ich ihn verstehe, entwickelt habe, und ich habe letzten Endes eine Quelle der Kraft, Liebe, Fürsorge, Hoffnung und des Verständnisses gefunden, die alles und jeden, meine Wenigkeit eingeschlossen, mehr als nur in Ordnung bringen kann. Ich habe das Gefühl, zu der Person geworden zu sein, die ich immer sein wollte. Ich hätte mir vor meiner Genesung nicht vorstellen können, dass es für mich möglich sein könnte, die Person zu sein, die ich heute bin. Ich weiß, dass ich ein Wunder bin, und dass ich um mich herum weitere Wunder in Genesung sehe und kenne.1999 wurde ich nach 10 Jahren in Genesung ein Mitglied von Obsessive Eaters Anonymous. Meine Jahre in Genesung haben mir ein tiefes Verständnis dafür gegeben, was meine Krankheit wirklich ist. Ich kann mich völlig mit dem ersten Schritt von OEA identifizieren. Ich bin machtlos über meine Besessenheit mit Gewicht, Figur und Essverhalten. Seit vielen Jahren bin ich mit Genesung in Bezug auf meine Besessenheit mit Essverhalten gesegnet, aber was ich auf meiner Genesungsreise entdeckte, war, dass meine Besessenheit mit Essverhalten einher ging mit einer Besessenheit mit Gewicht und Figur. Während mein Essverhalten heute kein Problem ist, kann ich meine Besessenheit mit Gewicht und Figur immer noch als Fluchtmöglichkeit nutzen, um mich aus emotional schwierigen und verwirrenden Situationen zu holen. Es ist gelegentlich eine automatische Reaktion auf meine eigenen Gefühle der Angst und des geringen Selbstbewusstseins – es ist viel einfacher für mich zu sagen, dass alles besser wäre, wenn ich Gewicht verlöre, als meinen Ängsten über mich selbst in’s Auge zu sehen, auf eine offene, ehrliche und fürsorgliche Art. Ich bin heute genauso machtlos über diese Reaktion wie mit 8 Jahren, der Unterschied ist heute, dass die 12 Schritte mir einen Prozess bieten, der diese Reaktion abkürzt und mich zu gesundem Denken über mich selbst, das Leben und andere zurückbringt. Ich muss mich heute nicht mehr bestrafen. In den 12 Schritten habe ich eine Hilfestellung, die wirklich die ganze Zeit funktioniert, und die mein Leben verändert hat zu einem Leben, das glücklicher, fröhlicher und freier ist, als ich es mir je hätte träumen lassen.“ aus „Stepping Ahead“, Dez. 2000
Gemeinschaftsveranstaltungen werden zum Wohle unserer Mitglieder veranstaltet. Mitgliedschaft bei OEA bedeutet, dass eine Person den Wunsch hat, die Besessenheit mit Gewicht, Figur und Essverhalten zu stoppen.
Für nähere Informationen schreibt uns bitte per Post oder email.
Copyright – Obsessive Eaters Anonymous 2000